Descartes-Gymnasium
Neuburg / Donau

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Kostenlos, aber nicht umsonst

Physikkurse der Oberstufe besuchen die Highlights der Physik in Ulm

Seit dem Jahr 2000, dem Jahr der Physik, findet das Wissenschaftsfestival "Highlights der Physik" einmal im Jahr in einer deutschen Universitätsstadt statt. Das Ziel dieser mehrtägigen Veranstaltung mit Ausstellungen, Vorträgen, Workshops, Shows und vielem mehr ist es, die aktuelle Forschung im Fachbereich Physik auf die Straße unter das "gemeine Volk" zu bringen.

Das diesjährige Festival fand in Ulm statt und stand unter dem Motto „Mikrokosmos". Die große Mitmachausstellung und viele Vorträge beschäftigten sich mit Themen aus der Bio- und Quantenphysik und passten größtenteils hervorragend zum Physikstoff der Oberstufe. Da Ulm von Neuburg aus außerdem auch noch einfach mit dem Zug zu erreichen ist, war schnell klar, dass die Physikkurse des Descartes-Gymnasium bei den "Highlights der Physik" nicht fehlen durften.

Nach einer eineinhalbstündigen Zugfahrt fanden sich kurz nach 10 Uhr 50 Neuburger OberstufenschülerInnen mit ihren Lehrkräften Frau Hammer und Herr Edenhofer auf dem Ulmer Münsterplatz wieder. Direkt neben dem beeindruckenden gotischen Kirchenbau stand eine lange Reihe aneinander gebauter Zelte, die die Mitmachausstellung „Mikrokosmos" beherbergte. Die 40 Exponate waren in drei Themenbereiche untergliedert: Bereich A - Physik und Leben, Bereich B - Messmethoden der Bio-Quantenphysik und Bereich C - Blick in die Quantenwelt.

Infrarotaufnahme
IR-Strahlung sichtbar gemacht Quanten im Glas Quanten im Glas - Detailaufnahme

Ausgestattet mit einem Aufgabenheft zur Ausstellung suchten sich die Schülerinnen und Schüler selbst Exponate aus den Bereichen B und C aus. An jedem Ausstellungsstand waren Experimente aufgebaut, die von jungen Wissenschaftlern vorgeführt und detailliert erklärt wurden. Oft konnte man auch selbst Hand anlegen. Verstand man etwas auf Anhieb nicht, so war Nachfragen ausdrücklich erwünscht. Die Bandbreite der Experimente ging von "klassischen" Versuchen wie dem Photoeffekt oder dem Franck-Hertz-Versuch, die auch fester Bestandteil des Unterrichts der Oberstufe sind, bis hin zu Analogieversuchen, mit denen man aktuelle Forschungthemen wie den Quantentransport in Nanosystemen veranschaulichte und erklärte.

Schüler an der Schüler lassen sich ein Experiment erklären

Nach zwei Stunden waren die Köpfe mehr als voll und die Mägen leer. Nach einer einstündigen Mittagspause in der Ulmer Innenstadt traf sich die Gruppe vor einer kleinen Bühne auf dem Judenhof, einem Platz unweit des Ulmer Münsters, wieder. URPHI, zwei Physiker der Universität Regensburg, gaben hier eine unterhaltsame Physikshow mit Live-Experimenten zum Besten. Dabei gab es unter anderem einen Feuertornado, einen Geysir und einen Raketenstart zu bewundern. Die Zuschauer wurden fleißig miteinbezogen. Auch einer unserer Schüler half tatkräftig beim Raketenstart mit.

Show Zuschauer

Zum Abschluss wollten wir noch einen Vortrags aus der sogenannten "Physik-Arena" zum Thema "Welle-Teilchen-Dualismus" besuchen. Aufgrund des großen Andrangs kamen wir leider nicht mehr in den Saal.
Trotzdem stellte es kein Problem dar, die verbleibende Stunde sinnvoll zu nutzen. Die Schülerinnen und Schüler schwärmten in Gruppen aus und besuchten entweder nochmals die Mitmachausstellung oder das Phänomikon, eine weitere kleine Ausstellung mit verblüffenden Versuchen aus Mechanik, Optik, Akustik, Magnetismus und Elektrizität, oder eine weitere Physikshow oder bewunderten einfach nur das Ulmer Münster.

Auf der Rückfahrt im Zug zeigten sich die meisten Schülerinnen und Schüler recht zufrieden. Aus Sicht der Lehrer war es eine gelungene Exkursion, bei der sowohl Schüler als auch Lehrer sehr viel lernen konnten.

Zu erwähnen ist auch noch, dass die Exkursion für die Schüler völlig kostenlos war, da alle Veranstaltungen und Ausstellungen in Ulm frei zugänglich waren und die Fahrtkosten von der Carl-Zeiss-Stiftung übernommen wurden.

Susanne Hammer

Spezial

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