Descartes-Gymnasium
Neuburg / Donau

Jufo-TruppeJugend forscht - Regionalwettbewerb 2017

Schon einmal eine Brille mit integrierter Kamera gesehen, die über die Pupillengröße den Blutzuckerspiegel misst? Nein? - Vielleicht einen Blindenstock, der vor Hindernissen laut warnen, Farben und Linien erkennen kann? Oder ein rotierendes dynamisches LED-Display am Fahrradreifen? Auch wieder nicht?
All das hätte man auf dem Regionalwettbewerb Jugend forscht in Augsburg, der am 23. und 24.02.2017 stattgefunden hat, beobachten und manchmal sogar selbst ausprobieren können.
Auch unsere Jungforscher vom Descartes-Gymnasium waren wieder vor Ort und haben dort ihre Projekte vorgestellt. Dabei waren wir in diesem Jahr mit einem 1. und einem 2. Platz im Bereich Jugend forscht und einem zweiten Platz im Bereich Schüler experimentieren wieder sehr erfolgreich!

 Auf dem Wettbewerb treten Schülerinnen und Schüler unter 15 Jahren im Bereich Schüler experimentieren und Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren im Bereich Jugend forscht an.

Für unsere Schule sind unter anderem folgende Projekte an den Start gegangen:

Untersuchung von Farbstoffen
(Anna R., Maximilian R., Lennart H.)
Schüler experimentieren - Fachbereich Chemie

Häufig werden Farben und Lacke als Anstrichmittel verwendet, die gesundheitlich bedenklich sind. Ziel von Anna, Maximilian und Lennart ist es, einen umweltfreundlichen Farbanstrich zu entwickeln, der sich gut für den Innenbereich eignet und den man unbedenklich verwenden kann.
Um diesem Ziel näher zu kommen, haben die drei Jungforscher zunächst verschiedene Farbstoffe und den Einfluss verschiedener Faktoren auf diese Farbstoffe mit einem Spektrometer untersucht.
Zwar haben sie es bisher noch nicht geschafft, einen Anstrichstoff zu entwickeln, wollen aber auf jeden Fall weiter forschen, um bis zum nächsten Wettbewerb einen neuen Anstrich präsentieren zu können.

Abhängigkeiten neuronaler Netze
(Nico B.)
Jugend forscht - Fachbereich Mathematik/Informatik - 1. Platz

Nicos Projekt vergleicht unterschiedliche neuronale Netze anhand ihrer Effektivität und Genauigkeiten. Künstliche neuronale Netze sind Computersimulationen, denen das menschliche Gehirn als Vorbild dient. Dieses Konzept für selbstlernende Computerprogramme ist bereits weit verbreitet und wird beispielsweise in Smartphones zur Spracherkennung genutzt. In seinem Projekt hat Nico versucht, die Netze anhand verschiedener Veränderungen, wie z.B. in der Struktur, zu optimieren und die Genauigkeit beim Verarbeiten unbekannter Informationen zu verbessern. Mit seiner Arbeit hat er die Jury des Fachgebiets Mathematik/Informatik überzeugt und konnte den ersten Platz belegen. Somit darf er sein Projekt Anfang April am bayerischen Landeswettbewerb für Jugend forscht in Vilsbiburg präsentieren.

 

Veränderung der Materialeigenschaften eines Kunststoffes durch Einbettung von Hanffasern
(Samira G.)
Jugend forscht - Fachbereich Chemie - 2. Platz

Kunststoffe sind aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken und werden in allen Anwendungsbereichen verwendet. Um das Eigenschaftsprofil gezielt zu verändern werden sogenannte Compound-Kunststoffe hergestellt, indem den verwendeten Kunststoffen verschiedene Zuschlagsstoffe beigemengt werden.
Da Kunststoffe jedoch häufig aus erdölbasierten Rohstoffen hergestellt werden und daher nur schwer oder gar nicht wieder in den natürlichen Stoffkreislauf zurückzuführen sind, hat sich Samira mit dem Recycling von Kunststoffen und der Einbindung von Hanffasern - einem natürlich nachwachsenden Rohstoff - beschäftigt. Unter anderem hat sie einen Compound-Kunststoff aus Polypropylen (PP) und Hanffasern hergestellt und auf seine Eigenschaften getestet. Dabei kam heraus, dass der Kunststoff dadurch an Steifigkeit gewinnt und weniger elastisch wird. Mit ihrer Arbeit hat Samira auf dem Regionalwettbewerb in Augsburg den 2. Platz für Jugend forscht in der Kategorie Chemie belegt.

 

Legosteinsortiermaschine

Legosteinsortiermaschine
(Enrico S. und Fynn S.)
Schüler experimentieren - Fachbereich Technik - 2. Platz

Enrico und Fynn haben eine Legosteinsortiermaschine gebaut, weil sie sich so sehr darüber geärgert haben, dass sie viele unsortierte Legosteine in ihren Zimmern hatten. Um die Steine nicht mehr selber sortieren zu müssen, haben die beiden eine Maschine mit dem Baukastensystem von Fischertechnik gebaut. Sie kann drei verschiedene Farben aussortieren. Die restlichen Steine fallen am Ende der Maschine vom Förderband hinunter. Durch einen Kolben werden die verschiedenfarbigen Legosteine vom Förderband in einen Sammelbehälter hinuntergestoßen. Außerdem haben Enrico und Fynn eine Maschine gebaut, die die Steine in eine Reihe legt. Mit ihrer Arbeit konnten die beiden Siebtklässler im Bereich Schüler experimentieren den zweiten Platz in der Kategorie Technik belegen.

 

 

 

Markus Helldobler

Spezial

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