Descartes-Gymnasium
Neuburg / Donau

„LEBEN ERFORSCHEN- ZUKUNFT GESTALTEN“ -

DAS BIOTECHNIKUM AM DESCARTES-GYMNASIUM

Biotechnikum-Truck vor dem Descartes-GymnasiumIn der dritten Märzwoche diesen Jahres hatte der Pausenhof unserer Schule eine besondere Ehre: Er durfte der Stellplatz für das Biotechnikum sein!

Das Biotechnikum? - Das ist ein hochmodern eingerichteter Truck, der auf über 100 Quadratmetern sowohl eine multimediale Ausstellung mit Themendisplays und vielen Exponaten, als auch ein Schülerlabor mit Topausstattung beinhaltet - von Mikropipetten über Zentrifugen, bis hin zum PCR-Gerät für das Vervielfältigen von DNA-Molekülen. Im Obergeschoss ist dieses Gefährt sogar mit einem Kino ausgestattet!

 Das Hauptziel des rollenden Labors ist es, über moderne Biotechnologie zu informieren und die Forschung in diesem Fachbereich insbesondere Schülern näher zu bringen.

Der Truck ist seit dem Jahr 2008 jährlich 200 Tage an 100 verschiedenen Standorten deutsch-landweit unterwegs.

Am Dienstag, den 13. März tauchten also alle Biologiekurse der 11. Jahrgangsstufe ein in die moderne Biotechnologie. Zunächst erhielten wir im Konferenzsaal von der Biologin Dr. Aline Anton eine sehr informative Präsentation über Biotechnologie im Allgemeinen, sowie ihre Grundlagen, Forschungs- und Anwendungsgebiete. Inhaltliche Schwerpunkte des Vortrags waren dabei die Themen Gesundheit und Ernährung, Landwirtschaft, Produktion und Umweltschutz.

Nach einer kurzen Fragerunde zur Biotechnologie und den beruflichen Möglichkeiten in diesem Forschungsbereich ging es für unseren Biokurs auch schon ab in den riesigen Truck, in dem der Wissenschaftler Dr. Martin Brenndörfer bereits auf uns wartete. Die anderen Biokurse folgten Montag nachmittags und Dienstag vor- und nachmittags.

Nach einer kurzen Sicherheitseinführung und nachdem alle schick in Laborkittel gekleidet waren, ging es auch schon mit der DNA-Analyse los:

Mit Hilfe von Wattestäbchen wurden - ganz nach kriminalistischer Manier - Mundschleimhautzellen von der Wangeninnenseite „verdächtiger“ Schülerinnen und Schüler abgeschabt und in ein Eppi (kleines Reaktionsgefäß aus Kunststoff) überführt. Es mussten viele Arbeitsschritte durchgeführt werden, bis wir schließlich unsere reine DNA isoliert hatten. Da die Anzahl an DNA-Molekülen allerdings noch viel zu gering war, um einen „genetischen Fingerabdruck“ herstellen zu können, wurde die Technik der Polymerasekettenreaktion (PCR) zur Vervielfältigung bestimmter DNA-Abschnitte eingesetzt.

Zu guter Letzt wurde das so vervielfältigte Erbmaterial verschiedener Probanden bzw. „Verdächtiger“ mittels der Agarose-Gelelektrophorese der Größe nach getrennt, also ein genetischer Fingerabdruck erstellt. Der Vergleich dieser genetischen Fingerabdrücke entlastete glücklicherweise alle Kursteilnehmer.

Nach zweieinhalb Stunden forschen verließen wir, erschöpft aber begeistert von dem spannenden Praktikum die mobile Erlebniswelt.

Auch die Schüler, die nicht die Möglichkeit hatten, eines der Praktika zu besuchen und die neugierig, ja fast schon sehnsüchtig durch die Fensterscheiben des Biotechnikum schauten, kamen durch den Tag der offenen Tür des Biotechnikums am Dienstag von 16 Uhr bis 18 Uhr nicht zu kurz.

Der Besuch des Biotechnikum an unserer Schule hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt. Es bot die Möglichkeit, das bereits im Unterricht erworbene Wissen zu vertiefen, neue Dinge zu lernen und selbst einmal aktiv forschen zu können.

Für die kommenden Jahrgänge bleibt zu hoffen, dass auch für sie diese Möglichkeit bestehen wird.

Katharina Wahlich, Q11

Spezial

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