Descartes-Gymnasium
Neuburg / Donau

Was hat Latein zu bieten?

Muttersprache

Latein als 2. Fremdsprache greift die Erfahrungen der Schüler mit Sprache im Deutschunterricht der 5. Klasse auf. Von Beginn an wird im Lateinunterricht besonders auch die muttersprachliche Kompetenz trainiert, wodurch Sicherheit in der deutschen Grammatik, aktiver Wortschatz und Ausdrucksfähigkeit stetig gesteigert werden. Auch Kinder mit Migrationshintergrund haben die Möglichkeit über Latein ihr Deutsch in diesem Sinne zu verbessern.

Basissprache

Lateinschüler erkennen von Anfang an die Verwandtschaft des Lateinischen mit der englischen Sprache. Ein Großteil englischer Wörter hat lateinischen Ursprung. Englische Vokabeln können mit Latein leichter gelernt und besser behalten werden.
Als Weltsprache der Antike ist Latein hinsichtlich Wortschatz, Formenbildung und Grammatik Grundlage aller romanischen Sprachen (Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Rumänisch, Spanisch).
Latein schafft so Zugang nicht nur zu den am Gymnasium unterrichteten romanischen Fremdsprachen (Französisch oder Spanisch als 3. Fremdsprache). Mit Latein steigt nachweislich die Wahrscheinlichkeit, dass später (auch außerhalb der Schule) tatsächlich weitere moderne Fremdsprachen gelernt werden. Ferner zeigen Untersuchungen, dass Schüler auf der Basis von Latein bei Fremdsprachentests besser abschneiden.

Qualifikation

Schüler können bereits in der 9. Klasse mit dem "Kleinen Latinum" und in der 10. Klasse mit dem "Großen Latinum" eine Qualifikation erwerben, die für zahlreiche Studienfächer der Universität Zulassungsvoraussetzung ist. Das Fachstudium wird nicht behindert durch Latinumskurse und -prüfungen in den ersten Studiensemestern.

Sprachenfolge neu

Arbeitstechniken und Methodenkompetenz

Latein übt Mnemotechniken ein und trainiert das "mikroskopisch" genaue Lesen, die Analyse komplexer Sinnstrukturen und deren korrekte Verbalisierung - Qualitäten, die später in Studium und Beruf von großem Nutzen sind. Fleiß und Ausdauer, wie sie Latein verlangt, übertragen sich auch auf andere Fächer.

Rhetorik

Lateinschüler werden bereits ab der 7. Klasse an die römische Rhetorik herangeführt und vertiefen in den folgenden Schuljahren ihre Kenntnisse und Fertigkeiten. Die rhetorische Analyse antiker Texte schafft Bewusstsein für die Wirkungskraft von Sprache, schützt dadurch einerseits vor Manipulation und hilft andererseits bei sprachlichen Präsentationen in Schule, Studium und Beruf.

Wissenschaftssprache

Latein ist die Quelle für unzählige Fachbegriffe der verschiedenen Wissenschaften. Die Fähigkeit, ihre Bedeutung aus dem lateinischen Wortschatz selbst herzuleiten, macht es leichter Fachsprachen zu verstehen und sicher anzuwenden.

Kulturverständnis

Die griechisch-römische Antike hat unsere Kultur geprägt und wirkt in ihr fort. Über Jahrhunderte tradiert, ist sie immer noch lebendig in Architektur, Kunst, Musik und Literatur. Der Lateinunterricht schärft den Blick für Baustile und Bauformen, für die Zeugnisse der bildenden Kunst verschiedenster Epochen und nicht zuletzt für die bis in unsere Zeit in Musik und Literatur immer wiederkehrenden literarischen Motive und mythologischen Bilder, Chiffren und Symbole.

Bewusstseinsbildung

Römische Philosophen haben mit ihren Schriften versucht, ethische und politische Probleme ihrer Zeit zu lösen. Lateinschüler kommen früh in Kontakt mit Denkmodellen, üben in der Auseinandersetzung mit ihnen Kritikfähigkeit, Urteilsvermögen und Wertebewusstsein. Antike, mittelalterliche und neuzeitliche lateinische Texte liefern mit dem Wissen um die Existenz von Wertbegriffen die Voraussetzung für die Ausbildung von Werthaltungen.

Latein und Gymnasium

Latein ist das typische Fach des Gymnasiums. Da Latein im Gegensatz zu anderen Fächern nur am Gymnasium gelernt werden kann, ist es dessen Alleinstellungsmerkmal gegenüber Realschule und Fachoberschule, die ebenfalls den Weg zum Hochschulstudium bieten.
Latein bildet nicht aus, sondern vermittelt durch seine vielfältigen Angebote eine vertiefte Allgemeinbildung, die im späteren Beruf und Privatleben nicht minder nützlich ist als moderne Fremdsprachen und Naturwissenschaften - ganz im Sinne Ciceros:

Haec studia adulescentiam alunt, senectutem oblectant, secundas res ornant, adversis perfugium ac solacium praebent, delectant domi, non impediunt foris.

(Diese Studien regen die Jugend an, sie erfreuen das Alter, sie sind eine Zier im Glück, eine Zufluchtsstätte und Trost im Unglück, ein Genuss in der Heimat, nicht hinderlich in der Fremde.)

 

Weitere Informationen zu den Fachleistungen von Latein unter

http://www.isb-gym8-lehrplan.de/contentserv/3.1.neu/g8.de/index.php?StoryID=26362 http://www.altphilologenverband.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=20&Itemid=32

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