Descartes-Gymnasium
Neuburg / Donau

Abitur in Musik

I. Schriftlich-Praktische Abiturprüfung

Seit der Einführung des G 8 kann an jedem Gymnasium auch im Fach Musik das Abitur abgelegt werden. Die Voraussetzungen und die Verfahrensweisen bei Leistungserhebungen sollen hier kurz dargestellt werden.

1. Voraussetzungen:

Da die Entscheidung, im Fach Musik das Abitur zu abzulegen, bereits in der 10. Jahrgangsstufe getroffen wird, sind dafür laut KMBek. vom 11.9.09 folgende Voraussetzungen notwendig:

  • Die Schülerin/ der Schüler muss im Zwischenzeugnis der 10. Jahrgangsstufe mindestens befriedigende Leistungen nachweisen.
  • Sie/er muss angemessene Fertigkeiten im Spiel eines anerkannten Instruments (ggf. auch Gesang) nachweisen.
    Beispiel für das Eingangsniveau für Saxophon(§ 49 Abs. 2 Nr. 2 GSO), Auswahl:
Epoche Komponist Werk, Verlag Hinweise
Barock  Johann Sebastian Bach (1685–1750) Suite d’Orchestre en ut, daraus: Bourrée Alphonse Leduc AL 19761 Sopran-/Tenorsaxophon
Alt-/Baritonsaxophon
Händel, Georg Friedrich (1685–1759) Gavottes Alphonse Leduc AL 19659 Alt-/Baritonsaxophon
Klassik Mozart, Wolfgang Amadeus (1756–1791) Ballet des petits Riens Alphonse Leduc AL 19753 Sopran-/Tenorsaxophon
Romantik Debussy, Claude (1862-1918) Petit Negre Alphonse LeducAL 19555 Alt-/Baritonsaxophon
20. Jahrhundert   Clérisse, Robert (*1899) A l’ombre du Clocher Alphonse Leduc AL 24774 Sopran-/Tenorsaxophon  
Ameller, André (1912–1990) Pointe au pic Alphonse Leduc AL 25000
Meriot, Michel (*1928) A l’ombre du Micocoulier Editions Philippo- Combre C5071

Die Voraussetzungen für andere Instrumente können unter www.isb-gym8-lehrplan.de abgerufen werden. (Weg: Lehrplan für das achtjährige Gymnasium - Musik - Jahrgangsstufen 11/12 - Weitere Lehrpläne- Mu Addita 11-12 Literaturlisten Eingangsniveau)

 Der Nachweis wird an der Schule in Gegenwart von Vertretern der Fachschaft Musik vor dem 15. April erbracht. Die Entscheidung für das schriftlich-praktische Abiturfach ist nach Bestehen dieses Nachweises verbindlich.

2. Unterricht, Additum:

Die Schülerin/ der Schüler besucht vier Semester das Fach Musik mit zwei Wochenstunden. Als sogenannten Additum muss sie/er einen Unterricht im Instrument (in Gesang) nachweisen. Die Belegung des Additums kann entweder an der Schule selbst oder auf Antrag extern erfolgen. Im zweiten Fall muss die Schülerin/ der Schüler (bzw. die Erziehungsberechtigten) selbst für den Unterricht sowie dessen Organisation und Finanzierung sorgen. Die Wahl des Instruments begründet laut KMBek keinen Anspruch auf kostenlosen Unterricht in diesem Instrument an der Schule.

3. Leistungserhebung:

Die erworbenen Kenntnisse werden in Form großer und kleiner Leistungsnachweise abgeprüft. Zudem muss die Schülerin/ der Schüler pro Semester ein Vorspiel absolvieren, das in den Semestern 11/1, 11/2, 12/1 ein Pflichtstück, ein Wahlstück und Vomblattspiel umfasst. In 12/2 entfällt das Pflichtstück. In der Regel kann die Schülerin/ der Schüler aus drei vom Fachlehrer vorgelegten Pflichtstücken eines auswählen. Pflicht- und Wahlstück müssen aus verschiedenen Stilepochen stammen. Die Wahl des Pflichtstücks erfolgt 6 Wochen vor dem Vorspieltermin. Die Bewertungen der Einzelleistungen von Pflicht-, Wahlstück und Vomblattspielin den Ausbildungsabschnitten 11/1, 11/2, 12/1und in der Abiturprüfung 2:2:1 gewichtet, in 12/2 ist die Gewichtung Wahlstück, Vomblattspiel 4:1, da das Pflichtstück entfällt. Die Leistungen aus dem regulären Unterricht und die Ergebnisse des Vorspiels bilden im Verhältnis 1:1 die Gesamtnote des Semesters.

Das Vorspiel wird von zwei an der Schule tätigen Fachlehrern abgenommen, bzw. von Instrumentallehrern, die an der Schule tätig sind. Einer der Prüfer muss der Kursleiter des von der Schülerin/ dem Schüler besuchten Fachunterrichts sein, dessen Bewertung im Zweifelsfall entscheidet.

Die schriftliche Abiturprüfung wird zentral vom Ministerium gestellt. Die Note der Schriftlich praktischen Abiturprüfung wird folgendermaßen berechnet:

schriftliche Prüfung x 2 + praktische Prüfung x 2 = Prüfungsergebnis

 

II. Mündliche Abiturprüfung (Colloquium)

 "Das Kolloquium gliedert sich in zwei Prüfungsteile von je etwa 15 Minuten Dauer:

  1. Kurzreferat der Schülerin oder des Schülers zum gestellten Thema (ca. 10 Minuten) aus dem gewählten Prüfungsschwerpunkt sowie ein Gespräch über das Kurzreferat;
  2. Gespräch zu Problemstellungen aus zwei weiteren Ausbildungsabschnitten.

 Der Prüfungsausschuss benennt rechtzeitig die Themenbereiche der Kolloquiumsprüfung (mehr als zwei pro Halbjahr). Die Themenbereiche sind allen vier Ausbildungsabschnitten zu entnehmen. (…) Aus dem gewählten Themenbereich legt der Fachausschuss die Themen für die Kurzreferate fest. Die Benennung von Begleitlektüre entfällt im acht-jährigen Gymnasium.

 Das Thema wird der Schülerin oder dem Schüler etwa 30 Minuten vor Prüfungsbeginn schriftlich bekannt gegeben." (§ 81 Abs. 2 GSO)

"Bei der Bewertung der mündlichen Prüfungen ist neben den fachlichen Kenntnissen und Fähigkeiten die Gesprächsfähigkeit angemessen zu berücksichtigen." (§ 82 Abs. 3 GSO)

 
Fundstellen: Schulordnung für die Gymnasien in Bayern (GSO), 30. Auflage 2010 KMBek vom 11.09.2009 Az.: III.2-5 S 5400.16-6.75 692 (KWMBl Nr. 17/2009, S. 314–316) ergänzend: KMBek vom 29.06.2010 Az.: III.2-5 S 5400.16-6.40 459 (KWMBl Nr. 15/2010, S. 200)

 

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