Descartes-Gymnasium
Neuburg / Donau

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  • Was ist ein FSJ ?  - Definition
  • Wer wird gesucht ?   - Voraussetzungen
  • Wie komme ich für ein FSJ auf ?   - Finanzierung
  • Wer kann mir helfen ?   - Organisation
  • Was wollen die Organisationen von mir wissen ?   - Bewerbung
  • Soll ich oder soll ich nicht ?   - Vor-& Nachteile

 

Bildquelle: Privat


 

Allgemeine Definition:

Bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr handelt es sich um ein Bildungs- und Orientierungsjahr, das junge Menschen dazu motivieren soll, sich gesellschaftlich zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen.
Klingt ja ganz nett, aber was soll das eigentlich heißen? Im Klartext bedeutet es, dass ihr auf euch gestellt eure Mitmenschen unterstützt und euren Beitrag für eine bessere Welt leistet.
Schon interessiert?

 

- Freiwilliges Soziales Jahr Sport:

Was ein FSJ Sport von einem herkömmlichen FSJ unterscheidet, ist im Grunde nur der Tätigkeitsbereich.
Wenn du dich für ein FSJ Sport entscheidest, kümmerst du dich hauptsächlich um Kinder und Jugendliche in verschiedenen sportlichen Bereichen, wie zum Beispiel in Vereinen, Sportschulen, Bewegungskindergärten oder als Trainer. Dort wird für die Kinder und Jugendlichen ein vielfältiges Angebot an sportlichen Spiel- & Freizeitaktivitäten organisiert.

- Freiwilliges Ökologisches Jahr:

Ein FÖJ beschäftigt sich mit praktischen Tätigkeiten für die Umwelt, wobei das Verstehen von ökologischen und umweltpolitischen Zusammenhängen im Vordergrund steht. Aufgabenbereiche sind dabei zum Beispiel das Schützen von Pflanzen- & Tierarten, die Versorgung von kranken Tieren und das Erforschen von nachhaltigen Anbaumethoden.

- Europäischer Freiwilligen Dienst:

Der Unterschied zwischen einem FSJ und einem EFD liegt darin, dass es ein Freiwilligendienst speziell für Europäer ist. Die Einsatzbereiche sind nicht wie beim FSJ Sport und FÖJ festgelegt, sondern man hat die Möglichkeit zwischen sozialen, kulturellen oder ökologischen Tätigkeiten frei zu wählen.
Der EFD soll sozial schlechter gestellten jungen Menschen die Möglichkeit bieten, an einem freiwilligen Auslandsjahr teil zu nehmen.

 

Quellen:

http://international.jugendnetz.de
(aufgerufen am 26.06.2011)

http://www.freiwilligendienste-im-sport.de
(aufgerufen am 13.10.2011)

http://foej.de/
(aufgerufen am 20.03.2011)

http://www.ausland.org/de/
(aufgerufen am 26.06.2011)

Bildquellen:

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Purple_question_mark.svg
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Blue_question_mark.svg
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Red_question_mark.svg

 


 Voraussetzungen

  • Alter: 16 - 27 Jahre (kann aber auch leicht variieren)
  • Schulpflicht muss erfüllt sein (Abschluss ist nicht erforderlich)
  • Sprachkenntnisse (v.a. Englisch)
  • Belastbarkeit
  • Bereitschaft, in Teams zu arbeiten
  • Interesse, Offenheit, soziale Grundeinstellung
  • Gute gesundheitliche Verfassung

 

  Quellen:
http://www.ausland.org/de/
(aufgerufen am 26.06.2011)


 

Finanzierung

Da das FSJ Ausland in Deutschland meist nicht mit staatlichen Geldern gefördert wird, fallen oft hohe Kosten an und diese  variieren von Organisation zu Organisation stark.
Ein Beispiel für eine teure Organisation ist Projects abroad, wohingegen Jesuit European Volunteers ein Beispiel für eine kostengünstigere Organisation ist.
Da die vielen rechtlichen Auflagen hohe Kosten verursachen, empfehlen einige Organistaionen den Aufbau von Spenderkreisen, um zum Beispiel Schulungsseminare und Versicherungen zu finanzieren.
Das heißt, ihr werbt - mit der Unterstützung eurer Organisation - bei Freunden und Verwandten oder auch bei Stiftungen und Unternehmen  für euer Projekt und erhaltet so Spenden.
Das Kindergeld, das eure Eltern für euch erhalten, wird weiterhin gezahlt; durch eure Arbeit "verdient" ihr lediglich euer Taschengeld (ca. 150 €).

Manche Organistaionen übernehmen auch eure Reisekosten, Unterbringung, Verpflegung, etc. Dies ist jedoch nicht die Regel.

 

 

Quellen:
http://www.ausland.org/de/
(aufgerufen am 26.06.2011)

Bildquelle:
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Organisationen

kirchlich/gemeinnützig:

- Friedensdienste Aachen

  • Kostenübernahme durch Organisation (Friedensdienst)
  • Zielländer: Entwicklungsländer in bestimmten Bereichen

- Weltwärts

  • Kostenübernahme durch Trägerorganisation
  • Zielländer: Entwicklungsländer weltweit

- Freunde Waldorf

  • Kostenübernahme durch Trägerorganisation (Förderkreise)
  • Zielländer: Entwicklungsländer weltweit

 

kommerziell:

- Projects Abroad

  • Preise variieren je nach Land und Tätigkeit erheblich; insgesamt aber hohes Preisniveau
    "preiswertes" Angebot: 1 Monat Nepal (1445€)
    teueres Angebot: 1 Monat China (2345€)
    -> Flug NICHT inbegriffen

 


Vorbereitung

 Zunächst muss man sich folgende Fragen stellen:Schilderwald

  • Wohin will ich eigentlich?
  • Was genau möchte ich machen?
  • (z.B. FSJ, FÖJ, ..)
  • In welchem Tätigkeitsfeld möchte ich helfen? (Wo liegen meine Talente?)
  • Wie lange möchte ich ins Ausland?
  • Welche Organisation kann mir die meisten meiner Wünsche erfüllen?
    (Beachte: Vertrauenswürdigkeit der Organisation, Kosten)

 Nachdem du dich dann für eine Organisation entschieden hast, musst du dich bewerben. Im Allgemeinen läuft der Bewerbungsprozess so ab:

  1. Kontaktieren der Organisation per Telefon oder E-Mail
    (Manche der Organisationen bieten auf ihren Homepages spezielle Bewerbungsbögen an.)
  2. Die Trägerorganisation lässt dir genauere Informationen zukommen und verlangt eine formgerechte Bewerbung, d.h. Lebenslauf, ..
  3. Persönliches Vorstellungsgespräch
Bewerbungsdetails variieren von Organisation zu Organisation!
 

BEACHTE: Bewerbungsfrist einhalten, mindestens ein halbes Jahr vorher, da die Nachfrage um einiges höher ist als das Angebot!

Wenn du angenommen wurdest, beginnt die Vorbereitung durch Begleit- und Schulungsseminare. In ihnen erfährst du, was dich erwartet (interkulturelles Lernen, Länderkunde) und du bekommst erste Einblicke in deine Aufgaben (Konfliktmanagement, Projektmanagement).

 

Bildquelle: Privat


Ablauf vor Ort:

Wenn du an deinem Wunschziel angekommen bist, erwartet dich deine Begleitperson, die dich während deines Aufenthalts unterstützen und dir mit Rat zur Seite stehen wird. Sie holt dich zum Beispiel vom Flughafen ab, macht dich mit deiner Unterkunft und deinem Arbeitsplatz vertraut und steht dir (hoffentlich) bei Problemen jeglicher Art zur Seite.

Auch während deines Aufenthalts bist du verpflichtet, an verschiedenen Begleitseminaren teilzunehmen. Diese werden meist von deiner Entsenderorganisation durchgeführt.

Einige Organisationen  verlangen Zwischenberichte, die über dein Schaffen informieren sollen. Zudem wird manchmal auch ein Abschlussbericht verlangt.

Bei Krisen und Notfällen (die hoffentlich nicht auftreten werden!) setzt sich die Entsenderorganisation mit eurer Familie in Deutschland in Verbindung.

 

Nach deiner Rückkehr hast du die Möglichkeit, durch Nachbereitungsseminare deine Erfahrungen mit anderen Freiwilligen auszutauschen. Zudem könnt ihr euch auch weiterhin über die Weiterentwicklung eures Projektes informieren.

 

Hände

 

Und denkt immer daran: Gemeinsam seid ihr stark!

 

Bildquelle: By Pomona (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

 


Vor- und Nachteile

 

Vorteile

Nachteile

  • Fördern des Verantwortungsbewusstseins
  • wenig bis kaum Bezahlung (130€ bis 250€)
  • Erlangen von mehr Selbstständigkeit, Reife und Unabhängigkeit (keine Eltern, die helfen auf eigenen Beinen zu stehen)
  • viel Arbeit, wenig Freizeit (1 Jahr -> mindestens 24 Urlaubstage; weniger als 1 Jahr -> Urlaubszeit verkürzt sich um 1/12 pro weniger geleisteten Monat)
  • Eigene Persönlichkeit weiterentwickeln:
    - Fähigkeiten und Grenzen der eigenen Belastbarkeit kennenlernen (viele neue ungewohnte Situationen und Aufgaben)
    - Training für Kontaktfähigkeit und soziale Kompetenzen
  • hohe Belastung (sich seiner Grenzen bewusst sein!)
  • Sammeln von neuen Erfahrungen (Kenntnisse über Abläufe im jeweiligen Beruf)
 
  • Vergleich zu Praktikum, Reinschnuppern in die Berufe (Möglichkeit, FSJ als Vorpraktikum anrechnen zu lassen)
 
  • Vorteile bei künftigen Bewerbungen in diesem Bereich (gegenüber anderen Bewerbern)
 
  • Erwerb von Qualifikationen (z.B. Jugendleiterlizenz)
 
  • sinnvolle Überbrückung der Wartezeit für Studium oder Ausbildung
 

 

 

Bildquelle:

self-made using inkscape and based off of Image:Emblem-scales.svg:penubag and Tkgd2007 (scales image) [see page for license]; via Wikimedia Commons

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