Descartes Gymnasium Neuburg a. d. Donau

naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium

GAPP EXCHANGE 2019/20

Schon fast 4 Wochen der Sommerferien waren vergangen, als es endlich soweit war: Am 24.08.2019 machten sich 20 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Frau Edenhofer und Frau Schmidt auf den Weg in die USA. Alle waren super aufgeregt und freuten sich sehr auf das bevorstehende Abenteuer, denn es war für einen großen Teil das erste Mal ein Ziel außerhalb Europas.

Trotz ein paar kleiner Schwierigkeiten am Zoll, die es unseren Lehrern nicht leicht machten, schafften wir es alle rechtzeitig zum Boarding. Nach gut 8 1/2h Stunden landeten wir sicher in Detroit. Die Müdigkeit durch die Zeitverschiebung von 6 Stunden zurück konnte man uns deutlich ansehen, dennoch waren wir alle sehr nervös endlich von unseren Gastfamilien abgeholt zu werden und unsere Austauschpartner kennen zu lernen. Ein unbeschreiblich herzlicher Empfang durch persönlich gestaltete Plakate wurde uns geboten.

Die ersten paar Tage verbrachten alle bei ihren Gastfamilien und machten Ausflüge mit ihnen, wie z.B. zum Museumsdorf „Greenfield Village", zur „Somerset Mall" oder zum Bowlen und am zweiten Tag fand bereits die erste amerikanische „Sleepover Party" mit 10 Mädchen statt. Die ersten gemeinsamen Aktivitäten von uns deutschen Schülern waren u.a. die Besichtigung des Rathauses (City Hall Rochester) und die Begrüßung durch alle amerikanischen Deutschlehrer (Welcome Reception). Zudem trafen wir uns alle bei einer Gastfamilie im Garten zu einem Lagerfeuer (Bonfire), bei dem wir Marshmallows grillten.

Bereits am Donnerstag ging es für uns auf den heiß ersehnten Trip nach Chicago: Vier Tage zusammen mit Freunden eine amerikanische Großstadt erkunden. Trotz der Verspätung des Zuges, die unseren Zeitplan etwas durcheinander brachte, besichtigten wir noch am ersten Abend das zweithöchste Gebäude Amerikas: den Willis Tower. Nach einer recht kurzen Nacht in unserem Hostel bekamen wir eine Führung im Football Stadion „Soldier Field" und am Nachmittag machten wir eine Bootstour auf dem Chicago River (architecture cruise).

Am Samstag hatten wir Tickets für das Field Museum. Wir erkundeten die unterschiedlichen Ausstellungen, wie z.B. das alte Ägypten, die Evolutionsgeschichte und die Welt der Dinosaurier auf eigene Faust. Nachdem wir uns im Anschluss daran mit Elias Ekinci, der ein Jahr an einer High School in der Nähe von Chicago verbringt, getroffen hatten, durften wir den ganzen Nachmittag in kleinen Gruppen alleine in Chicago herumlaufen. Am Abend trafen wir uns alle bei Giordano's, um dort die berühmte Chicago Pizza zu essen. Da wir bei der Bootstour erfahren hatten, dass jeden Samstag ein Feuerwerk am Navy Pier stattfindet, ließen wir unseren letzten Abend in Chicago noch gemütlich damit ausklingen. Am Sonntag war auch schon der letzte Tag unseres Kurztrips angebrochen. Nachdem wir ausgecheckt hatten, brachen wir auf zum Millennium Park, um das berühmte Kunstwerk „The Bean" zu sehen.

Gegen Abend kamen wir wieder am Bahnhof in Royal Oak an, wo unsere Gastfamilien uns freudig empfingen. Am Montag, dem 02. September, war ein amerikanischer Feiertag, Labor Day, Tag der Arbeit, und dieses Jahr letzter Tag der elfwöchigen Summer Break der Highschoolschüler. Viele gingen an diesem Tag in einer der riesigen Malls shoppen und konnten viele Labor-Day-Offers ergattern und/oder trafen sich zum gemeinsamen Barbecue. Am Dienstag war dann für uns der allererste Schultag an einer High School, für zwölf an der Stoney Creek, für drei an der Adams und für fünf von uns an der Rochester Hills High School. Aber egal, an welcher Schule wir waren oder ob wir zur Schule mit dem Auto oder mit dem gelben Schulbus fuhren, der erste Tag an einer High School war für uns ein ganz besonderes Erlebnis. Die riesigen, wunderschönen High Schools und das Schulleben, wie man es aus den typischen amerikanischen Filmen kennt, mitzuerleben, war eine ganz besondere Erfahrung. Obwohl der Unterricht täglich von 7:30 Uhr bis 14:30 Uhr dauerte und sich das ganze Schulsystem stark vom deutschen unterschied, konnten wir mit Freude eine komplett neue Lernatmosphäre kennenlernen und uns gefiel besonders die technische Ausstattung, die farbig gestalteten Klassenräume, die riesige Auswahl an Fächern (so auch Psychologie, Philosophie, Chinesisch o.Ä.), der starke Teamgeist und die Gemeinschaft der Schule. Unsere erste Schulwoche ging von Dienstag bis Donnerstag, denn am Freitag wurden wir alle an Middle Schools geschickt, um dort presentations über Themen wie "German festivals/ food/ dialects" zu halten. Den 6.-8.-Klässlern gefielen unsere Vorträge ersichtlich gut und sie stellten uns danach viele Fragen, die wir mit Freude beantworteten. So herzlich und freundlich, wie uns die Schüler begegneten, wurden wir von allen Amerikanern behandelt und wir fühlten uns auch in unseren Gastfamilien als neue Familienmitglieder.

Nach der Schule unternahmen wir in der ersten Schulwoche Unterschiedliches, manche trafen sich in einer Smoothiebar, manche gingen Shoppen oder begleiteten ihre Austauschpartner zu diversen after school activities wie Cheerleading- oder Footballtraining. Am Freitagnachmittag erlebten wir ein weiteres Highlight, es fanden nämlich an allen High Schools football games statt. Die Energie und der Jubel der Highschoolschüler bei den Footballspielen war ein ganz besonderes Erlebnis. Auch die Showacts um das match herum, wie das Cheerleading, die Marching Band oder die Dancing group, haben uns sehr beeindruckt.

Am Samstag sind einige von uns nach Ann Harbor zu einem Collegefootballspiel der Michigan State University gefahren, wo der Aufzug unter anderem mit Helikoptern sogar noch imposanter war. Andere gingen am Samstag auf das Arts & Apples festival, eine Art amerikanischer Töpfermarkt, oder ins Kino. Aber egal, was wir unternahmen, alles war um einiges größer und beeindruckender als in Deutschland. Nach einem sehr footballreichen Wochenende ging es für uns alle am Montag wieder in die Schule.

Am Dienstag, den 10. September, zugleich auch erster Schultag in Deutschland, trafen wir uns alle an der Rochester High School, da für diesen Tag ein Ausflug in die eine Stunde entfernte Autostadt Detroit anstand. In Detroit angekommen, besuchten wir zuerst das „Museum of African-American History“ mit Führung. Danach ging es weiter zum berühmten Motown-Museum, in welchem das von Berry Gordy Jr. gegründete Plattenlabel untergebracht war, das Stars wie Marvin Gaye, Diana Ross und sogar Michael Jackson, als er noch bei den Jackson Five sang, vertrat. Nach einem sehr amerikanischen Lunch fuhren wir weiter zum Heidelberg Art Project: Eine Straße, die mit unterschiedlichen Kunstwerken, d.h. vom Künstler aufgehäufte Sperrmüllgegenstände, gestaltet war. Dies rief gespaltene Reaktionen hervor, da einige sie eher als „heruntergekommen" statt als künstlerisch empfanden. Zum Abschluss des Ausfluges besuchten wir ein weiteres Footballstadion, das Ford Field Stadium der Detroit Lions.

Auf den nächsten Tag waren wir sehr gespannt, da der 18. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 bevorstand, was natürlich Thema im Geschichts- oder Sozialkundeunterricht war. Wir hatten die Gelegenheit mit den amerikanischen Schülern darüber zu sprechen, Geschichten der Lehrer zu hören, wie sie den Tag vor 18 Jahren erlebt hatten und wir besprachen, in wieweit sich die Anschläge auf die Politik und auch das tägliche Leben auswirkten. Wir konnten zudem von unmittelbaren Folgen dieses Anschlags für uns berichten, da wir ja die verschärften Einreisebedingungen, die seitdem für die USA gelten, durchlaufen mussten. Außerdem standen auch in dieser Woche wieder unsere Präsentationen an, dieses Mal aber an unserer jeweiligen High School.

Am Freitag war es dann so weit: Unser letzter Schultag stand an und wir mussten uns von den Lehrern und auch von den anderen Schülern verabschieden. Zum Abschluss des Tages veranstalteten die Gastfamilien an der Stoney Creek High School eine Farewell-Party: das Tailgate vor dem Footballspiel der Stoney Creek Cougars, das sie mit einer absoluten Glanzleistung gewannen (42:7).

Am Samstag, den 14. September  musste dann der Koffer gepackt werden. Nachdem einige den Vormittag mit Brunchen und sogar noch mit Souvenirs einkaufen verbrachten, trafen wir uns alle um 15 Uhr am Flughafen in Detroit und es hieß Abschied nehmen von den Austauschschülern, die in den 3 Wochen zu richtigen Freunden geworden waren und von den Familien, die uns alle sehr gut ver- und umsorgt hatten. Anschließend gaben wir unsere Koffer auf, wovor manche aufgrund des Gewichts ein wenig Angst hatten, da sie so viel geshoppt hatten. Wir traten den Heimflug an, den wir mit ein paar kleinen Turbulenzen und wenig Schlaf sicher überstanden.

Bei einem waren wir uns aber alle einig: Wir freuen uns schon sehr auf den Gegenbesuch unserer amerikanischen Freunde im Juni/Juli 2020 und die drei Wochen, die wir in den USA verbracht hatten, werden für immer in unserem Gedächtnis bleiben.

Emma Hertkorn, Q11; Jule Sand, Q11; Lena Edenhofer, 10c

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